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TCM – Traditionelle Chinesische Medizin
13. Juli 2009 Alternativmedizin

Chinesische Medizin

Mit der chinesischen Medizin ist es wie mit der chinesischen Küche. Haben Sie schon mal probiert, nach Anleitung, sei es aus dem Kochbuch, sei es nach einem Kochkurs, chinesisch zu kochen? Wenn ja, dann wird das Resultat, wenn Sie ehrlich sind, nie so gut schmecken, wie ein Gericht in einem chinesischen Spitzenrestaurant. Am besten wird Ihnen ein Gericht schmecken, das ein chinesischer Freund privat für sie kocht: in Ihrer Küche, mit chinesischen aber auch mit europäischen Zutaten, ein Gericht, das eine feste chinesische Basis hat, sich aber durchaus den Essgewohnheiten der Europäer anpasst. Dieses – privat von chinesischer Hand gekochte – Gericht wird Ihnen aber auch besser schmecken als ein Sammelsurium von Speisen, die Sie auf einer Chinareise in China serviert bekommen. Denn dort wird es Dinge geben, die Sie weder kennen noch appetitlich finden.

Mit der traditionellen chinesischen Medizin ist es ähnlich wie mit der Kochkunst

Lesen Sie, warum: Bei aller Anerkennung der Bemühungen westlicher Ärzte, in einem Kursus oder bei einem Kurzstudium an einer chinesischen Akademie, traditionelle chinesische Medizin zu lehren, muss man darauf hinweisen, dass die Anwendung in der Praxis nie den Standard erreichen kann, den sie in China hat. Zur TCM ( = traditionelle chinesische Medizin) Praxis gehören nämlich zwei Dinge: ein vollkommen anderes Denkgebäude und der Grundsatz, dass nur die Übung den Meister macht. Beide Bedingungen kann man weder in einem Monat, noch in einem Jahr erlernen. Erst, wenn ein westlicher Arzt viele Jahre in China verbracht hat, wird es ihm gelingen, sich in die östliche Art der Diagnose und der Behandlung einzufühlen. So wird jeder westliche Arzt, der nach einem Kursus sein Akupunktur-Diplom an die Wand hängt, nur mit einem westlichen Koch vergleichbar sein, der sich bemüht, chinesisch zu kochen. Meist wird er auch nur einen Teil der TCM anwenden – nämlich die Akupunktur.

Die traditionelle chinesische Medizin besteht also nicht nur aus der hinlänglich auch im Westen bekannten Akupunktur und dem Qi-Gong, sondern auch aus anderen Methoden (z. B. Moxibustion) und vor allem aus Medikamenten (Kräuter, Tierpräparaten), die dem westlichen Geschmack nicht entgegenkommen. Sie misst der nach Yin/Yang-Prinzipien zusammengestellten Ernährung eine hohe Bedeutung bei. Die Art der Diagnose scheint uns kompliziert, erinnert so manchen älteren Patienten aber doch an seine Kindheit, in der Hausärzte ähnliche Diagnosemethoden noch kannten. Ein TCM-Arzt beobachtet ganz genau das Verhalten und Auftreten des Patienten, die Physiognomie, die Zunge, den Puls, die Ausdünstungen und anderen Ausscheidungen. TCM hat den Boden der alten, einstmals auch im Westen verbreiteten Volksmedizin nie verlassen, sondern weiter beackert. Längst schon hat sich in Asien die westliche Medizin neben der traditionellen etabliert, besonders in Japan, wo vor über hundert Jahren die Politik der Grund für die Loslösung vom chinesischen medizinischen Denkmodell war. Japaner stellen deshalb auch den größten Prozentsatz ausländischer Medizinstudenten an den TCM-Akademien in China dar, weil sie eigenes, verloren gegangenes Wissen wieder lernen möchten.

Quelle: Medizin24 – Ein Service der Humanomed Gruppe

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